Mobilität,

die verbindet!

Bianca Staßen Mobilität

So schön, wie meine Kindheit war, so sehr fand ich mich in meiner Jugend in der Mobilität eingeschränkt. Busse fuhren zu selten oder nur über Umwege an meinen Wunschzielort – und andere Möglichkeiten gab es kaum. Also war meine Freizeit auch stark von der Fahrbereitschaft meiner Eltern abhängig. Mir wurde mit den Jahren immer mehr bewusst, dass das Mobilsein neben den persönlichen Vorlieben in besonderem Maße von den Möglichkeiten des Alters und den finanziellen Mitteln geprägt ist. Mein Vater ist mittlerweile bei der Fortbewegung ebenfalls auf die Unterstützung der Familie angewiesen, denn an den Fortbewegungsmöglichkeiten hat sich im Grunde nichts geändert. Dies macht für ihn die Terminierung von Arztterminen usw. nicht sehr einfach.

 Gerade bei uns in den dörflichen Strukturen spielt die Mobilität eine große Rolle. Solange wir ein eigenes Auto haben, sind wir zufrieden mit unserer Mobilität, dennoch ärgern wir uns über vollgestopfte Straßen. Es gibt aber auch benachteiligte Gruppen, die sich kein Auto leisten können, oder Gruppen, die gerne auf das Auto verzichten würden. Die derzeitigen Voraussetzungen hierzu sind aber in vieler Hinsicht noch sehr ungünstig. Wir müssen das Umsteigen auf alternative Verkehrsmöglichkeiten attraktiver gestalten und eine sozial-ökologische Verkehrswende herbeirufen. 

Bianca Staßen: Thema Mobilität

Hierzu sehe ich gerade bei uns in der Region gute Voraussetzungen, die wir nur nutzen müssen. Die Infrastruktur für den Busnahverkehr ist gegeben, aber sinnvolle Busquerverbindungen in unserem Landkreis fehlen häufig. Auch wenn diese sich finanziell nicht immer lohnen, so muss es dennoch diese Verbindungen geben, denn nur sie geben uns die Möglichkeit, auf ein Auto zu verzichten. Dies ergibt schon alleine aus ökologischer Sicht einen Sinn, da somit der CO₂-Ausstoß verringert werden kann. Auch das Umsteigen auf alternative Antriebsmöglichkeiten der Busbeförderung sollte vorangebracht werden. Ebenso müssen Schnellbuslinien ihren Platz bei uns finden. 

 

Bianca Staßen: Thema Mobilität

Der Ausbau des Schienenverkehrs ist immer wieder in aller Munde, aber auch hier passiert derzeit zu wenig. Um eine Mobilitätswende herbeizuführen, kann gerade bei uns in der Metropolregion nicht auf S-Bahnen, Stadt- und Straßenbahnen und dergleichen verzichtet werden. Der Ausbau des Schienennahverkehrs hat bei einer sinnvollen Verzahnung der verfügbaren Verkehrsmittel große Wichtigkeit.

Bianca Staßen: Thema Mobilität

Immer mehr Menschen, wie auch ich, versuchen ihre Mobilität mit dem Auto durch das Fahrrad zu ersetzen. Wer regelmäßig mit dem Rad durch unseren Wahlkreis fährt, der stößt auch ebenso regelmäßig auf Schwierigkeiten. Stellenweise sind die Radwege marode oder erst gar nicht vorhanden. Zudem haben Fahrradfahrer im Straßenverkehr häufig das Nachsehen. Die Verbesserung und der Ausbau der Radwege  sowie die Schaffung einer Schnellradroute innerhalb und außerhalb der Ortschaften sind gerade für Radpendler wichtig. 

Ähnliches gilt auch für die Verkehrswende. Emissionsarme Fortbewegungsmittel brauchen eine vielschichtige Förderung. Um einen Durchbruch bei der E-Mobilität oder beim Wasserstoffantrieb zu erzielen müssen wir den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben. Zudem kommt sie aber erst dann endgültig zum Durchbruch, wenn alternative Antriebsmöglichkeiten bezahlbar für alle und nicht nur ein Ablasshandel für das ökologische Gewissen der Besserverdienenden sind.