Bildung,

die alle fit macht!

Bianca Staßen
Bianca Staßen Bildung
Bianca Staßen Bildung

Meine Mutter war von Beruf Rechtsanwaltsgehilfin und mein Vater gelernter Binnenschiffer. Ich habe eine Schwester, die sechs Jahre älter ist als ich. Unsere Eltern waren immer beide berufstätig und wenn sie arbeiteten mussten, hat uns unsere Oma versorgt. Unsere Eltern gaben uns beiden die Chance, so lange wie nur möglich in die Schule zu gehen, so dass wir als erste in der Familie studieren konnten. Dies war nicht selbstverständlich, daher sind wir ihnen dafür unendlich dankbar. 
Als alleinerziehende Mutter habe ich die Schwierigkeiten der Betreuung eines Kindes während der Arbeitszeiten kennengelernt, und als Lehrerin sind mir Verbesserungen im Bildungsbereich ein wichtiger Aspekt bei meiner Landtagskandidatur. 

Bianca Staßen Bildung

Die frühkindliche Förderung von Kindergartenkindern hat eine immense Auswirkung auf den späteren Verlauf der Schule. Daher setze ich mich für frühe Sprachförderung und die Vermittlung erster mathematischer Kenntnisse ein.
Um Familien und Kindern schon früh die beste Hilfe und Unterstützung zu gewähren, ist es notwendig, die Sozialarbeit in den Kitas auszuweiten. Diese soll als Anlauf- und Beratungsstelle Unterstützung in allen Lebenslagen bieten.
Die Ausbildung eines(r) Erzieher*in dauert sehr lange und kostet die Auszubildenden sehr viel Geld. Durch die Einführung einer dualen Ausbildung, die auch immer angemessen entlohnt werden soll, könnte man den sehr wichtigen Berufszeig wieder attraktiver gestalten und den Fachkräftemangel abbauen

Als Lehrerin an einer Integrierten Gesamtschule bin ich immer wieder damit konfrontiert, dass die Möglichkeiten der Kinder zu stark von den finanziellen Mitteln der Eltern abhängig sind. Häufig kann der teure Schulbedarf oder das Geld für eine Klassenfahrt nicht oder nur schwer bezahlt werden. Gerade bei einer besseren digitalen Ausstattung der Schuler*innen, Lehrer*innen und der Schulen gibt es noch großen Handlungsbedarf. Daher ist eines klar: Der Zugang zu guter Schulbildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.

Die differenzierte Förderung, entsprechend den Stärken unserer Kinder, ist das Wichtigste, was wir unseren Schüler*innen bieten können. Doch den Lehrern*innen fehlen hierzu meist die entsprechende Ausbildung und auch die Zeit, um die Kinder angemessen zu fördern. Daher müssen wir die äußere und innere Differenzierung  bei der Ausbildung von Lehrkräften weiter festschreiben. Auch die Verkleinerung der Klassengrößen trägt zu einer besseren Förderung unserer Kinder bei. Klar ist: Hierfür brauchen wir mehr Lehrkräfte!

Viele Kinder sind auf eine qualitativ hochwertige Ganztagsschule angewiesen, da die Eltern ganztägig berufstätig sind. Diesen Kindern muss es ermöglicht werden, die beste Förderung in der Schule zu erfahren. Auch der Ausbau und die Anpassung des Ganztagsangebotes entsprechend den Bedürfnissen der Eltern ist mir ein großes Anliegen.

Die Vielfalt der Ausbildungsberufe stellt die Schüler*innen bei ihrer Entscheidung, welchen Weg sie gehen möchten, vor große Herausforderungen. Gerade in den handwerklichen und gesundheitlichen Berufszweigen herrscht ein großer Fachkräftemangel. Da eine funktionierende Gesellschaft aber auf diese Berufe angewiesen ist, ist es notwendig Ausbildungsberufe wieder attraktiver zu gestalten. Hinzu kommt, dass die Berufsvorstellung der Schüler*innen häufig auf Fehlinformationen beruht. Damit die Kinder einen Einblick in diese Berufswelt erlangen, sollte in der Sekundarstufe I ein verpflichtendes Praktikum in handwerklichen und gesundheitlichen Berufszweigen eingeführt werden und die Berufsorientierung in der Schule noch mehr an Bedeutung gewinnen.